Erstellung eines nachhaltigen örtlichen Hochwasserschutzkonzeptes für die Verbandsgemeinde Vallendar (Vallendar – Niederwerth – Urbar)

Am Montag, dem 28. Februar 2011 fand im Rathaus der VG Vallendar eine Informationsveran-staltung zum Thema „Hochwasserrisikomanagement Vallendar“ mit der seinerzeitigen Staatssek-retärin Jaqueline Kraege aus dem Umweltministerium in Mainz statt. Es wurde dabei angekün-digt, dass das Land Rheinland-Pfalz in Vallendar ein Pilotprojekt zur nachhaltigen Minimierung von Schäden durch Hochwasser durchführen wird. Nun startet das Projekt.
Zum Hochwasserschutz von Vallendar sind schon einige Untersuchungen durchgeführt worden, die aber bisher nicht zu einer Lösung geführt haben. Im Pilotprojekt „örtliches Hochwasser-schutzkonzept für die Verbandsgemeinde Vallendar“ soll ein neuer Ansatz zum Tragen kommen.
Im ersten Schritt wird das Hochwasserrisiko analysiert: Wie groß ist die Gefährdung? Wie hoch kann das Wasser im Rhein steigen? Welche Schäden können auftreten? Dabei muss klar wer-den: Ein vollständiger Hochwasserschutz ist weder in Vallendar noch für andere Orte möglich. Im zweiten Schritt werden Ziele festgelegt: Wo liegen die Prioritäten? Bei der Lösungsentwicklung sind dann nicht nur technische Schutzmaßnahmen wie Mauern oder Dämme im Blickfeld, son-dern auch planerische Optimierungen und Objektschutz.
An dieser Planung der Maßnahmen sollen neben der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes alle zuständigen Stellen, wie z.B. der Verbandsgemeinde- und Stadtverwaltung und der Straßen-bauverwaltung, als auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Vallendar, Niederwerth und Urbar, die Erfahrungen mit dem Hochwasser haben und/oder Ideen beitragen können, mit-wirken. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Regionalstelle Wasserwirtschaft Koblenz, hat ein Fachbüro beauftragt, diesen Prozess zur Entwicklung eines nachhaltigen Hochwasser-schutzkonzeptes zu steuern. In dem Pilotprojekt für die VG Vallendar werden alle Möglichkeiten weitergehend diskutiert und zukünftige Maßnahmen einvernehmlich festlegt.

Die Vorgehensweise wird in einer Auftaktveranstaltung am Montag, den 22.08.2011 um 19:00 Uhr im Rathaus der VG Vallendar allen Interessierten vorgestellt und erläutert.

Es werden drei Arbeitsgruppen gebildet, die konkret in „Workshops“ sich jeweils um folgende Themen kümmern:
•    Workshop „Technischer Hochwasserschutz“: Aufarbeitung und Erläuterung der bisheri-gen Planungen, Analyse der Planungen, Diskussion von Handlungsmöglichkeiten. Ver-einbarung von Arbeitsschritten.    
Start: Montag, 05.09.2011, 18:00 Uhr.
•    Workshop „Rheinufergestaltung“: Aufzeigen der Planungsrandbedingungen, Ausarbei-tung von Zielen und Maßnahmen. Vereinbarung von Arbeitsschritten.    
Start: Montag, 10.10.2011, 18:00 Uhr.
•    Workshop „Maßnahmen im privaten Bereich“: Analyse und Diskussion der praktizierten Bauvorsorge, Aufzeigen von Verbesserungsmöglichkeiten. Vereinbarung von Arbeits-schritten.    
Start: Montag, 17.10.2011, 18:00 Uhr.

Aus der Arbeit in den Workshops wird sich die Anzahl der Treffen der Arbeitgruppen ergeben. Zum Abschluss dieser Arbeiten werden die Ergebnisse in einer gemeinsamen Abschlussveran-staltung vorgestellt. Ziel ist es, das Vorhaben innerhalb eines Jahres durchzuführen, die tatsäch-liche Laufzeit wird jedoch maßgeblich auch von der Motivation und Kompromissbereitschaft aller Beteiligten abhängen.

Die Hochwasserthematik wird darüber hinaus in die geplanten Workshops für die Stadtentwick-lung Vallendar (anderes, parallel laufendes Projekt der Stadt Vallendar im September) einfließen, wie auch die Diskussion um die städtebaulichen Ziele in die Workshops zur Hochwasserproble-matik aufgenommen werden.

Zur Vorbereitung der Themen und zur fachlichen Moderation der Workshops wurde Dr.-Ing. Ro-land Boettcher, Beratender Ingenieur für Wasserbau und Wasserwirtschaft in Urbar (www.roland-boettcher.de) in Abstimmung mit der VG Vallendar beauftragt.

Um eine effektive Vorbereitung und konstruktive Ergebnisse in den Workshops zu gewährleisten ist eine Anmeldung notwendig. Wer an einer aktiven Mitarbeit interessiert ist, meldet sich bitte schriftlich bei Dr.-Ing. Roland Boettcher. Anmeldeformulare werden bei der Auftaktveranstaltung verteilt.

Anmeldeformular zur Mitarbeit in den Workshops / Arbeitsgruppen

Hochwasserschutz